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Haare nach Laserbehandlung wieder da? "Shedding“ erklärt!

30. Sept.
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 1. Okt.


Haarstoppeln vor und Shedding nach einer Laserhaarentfernung

Erst fallen die Haare aus, die Haut wird schön glatt – und ein paar Wochen später sind plötzlich wieder welche da. War die Behandlung etwa umsonst? Und was hat dieses ominöse „Shedding“ damit zu tun? Schauen wir uns das mal genauer an.

Was passiert eigentlich mit den behandelten Haaren?

Bei einer Laserbehandlung wird das Melanin im Haar als Ziel genutzt. Die Lichtenergie wird aufgenommen und in Wärme umgewandelt. Ziel ist es, die für das Haarwachstum relevanten Strukturen des Haarfollikels ausreichend zu schädigen.

Das behandelte Haar verschwindet allerdings nicht sofort. Es kann zunächst noch in der Haut verbleiben und sogar so aussehen, als würde es weiterwachsen. Erst in den folgenden Tagen und Wochen wird es nach und nach abgestoßen.

Dieses sogenannte „Shedding“ ist der Grund, warum manche Kund-en/-innen feststellen, dass sich die Haare beim Duschen oder sanften Reiben plötzlich fast von selbst lösen.


Warum kommen dann später wieder Haare?

Jetzt kommt unser Haarzyklus ins Spiel.

Unsere Haare wachsen nicht alle gleichzeitig. Während ein Teil gerade aktiv wächst, befinden sich andere Haarfollikel in einer Übergangs- oder Ruhephase.

Die Haare, die einige Wochen später sichtbar werden, müssen deshalb nicht dieselben sein, die wir bei der letzten Sitzung behandelt haben.

Es können Haare aus Follikeln sein, die bei der vorherigen Behandlung noch nicht in einer optimalen Wachstumsphase waren und erst später wieder aktiv werden.

Deshalb kann eine Körperregion zwischendurch schon erstaunlich glatt aussehen und einige Wochen später plötzlich wieder haariger wirken.


„Aber es sieht aus, als wären wieder genauso viele da!“

Nach einigen Wochen glatter Haut wirken zehn neue Haare plötzlich wie eine kleine Invasion.

Deshalb schaue ich nicht nur darauf, ob Haare nachwachsen, sondern wie sich das gesamte Haarbild entwickelt:

Wachsen sie langsamer? Sind es insgesamt weniger? Werden die haarfreien Bereiche größer? Muss deutlich seltener rasiert werden?

Diese Entwicklung ist viel aussagekräftiger als die Erwartung, dass nach jeder einzelnen Sitzung überhaupt kein Haar mehr auftauchen darf.


Nachwachsen bedeutet nicht, dass die Behandlung nicht funktioniert

Sichtbare Haare zwischen den Sitzungen gehören zur Laserhaarentfernung dazu.

Mit jeder Behandlung möchten wir eine weitere Gruppe geeigneter Haare zum richtigen Zeitpunkt erreichen. Deshalb sind mehrere Sitzungen und vor allem die richtigen Behandlungsabstände so wichtig.

Früher wieder zu lasern, nur weil die ersten Haare sichtbar werden, macht die Behandlung nämlich nicht automatisch effektiver.


Wann sollte man trotzdem genauer hinschauen?

Wenn sich nach mehreren Behandlungen praktisch keine Veränderung zeigt, sollte man allerdings genauer hinschauen.

Wie kräftig und pigmentiert sind die Haare? Stimmen die Behandlungsabstände? Passt die verwendete Technologie? Gibt es hormonelle Einflüsse? Hat sich die Haardichte gegenüber dem Ausgangszustand tatsächlich verändert?

Denn auch das gehört für mich zu einer seriösen Laserbehandlung: Nicht jedes Nachwachsen ist problematisch. Aber auch nicht jedes Nachwachsen sollte einfach mit „Das ist normal“ abgetan werden.


Mein Fazit

Wenn nach einer Laserbehandlung wieder Haare sichtbar werden, bedeutet das nicht automatisch, dass bereits erfolgreich behandelte Haare einfach zurückgekommen sind.

Häufig sehen wir vielmehr eine neue Gruppe von Haaren, die jetzt in ihrem Wachstumszyklus aktiv geworden ist.

Und irgendwann sollte aus „Da wachsen schon wieder Haare!“ eben ein „Moment mal … ich habe seit Wochen gar nicht mehr rasiert.“ werden.

 
 
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